Skulpturen Kunst im Park Hardenberg – alltägliche Menschlichkeit nahe dem Harz

Skulpturen der Schwimmer Schlosspark Noerten-HardenbergEs ist Wochenende, vielleicht sogar ein Sonntag… Sie haben partout keine Idee für ein Ausflugsziel? Es muss was für die Kinder dabei sein, ein bisschen spazieren gehen, nett Kaffee trinken? Begeben Sie sich unter „Alltagsmenschen“ – besuchen Sie das gräfliche Anwesen derer von Hardenberg und lassen Sie sich bezaubern von den Skulpturen der Künstlerin Christel Lechner auf 230.000 qm im Schlosspark von Nörten-Hardenberg (Kunst im Park 2009).

Es ist schon viel geschrieben worden über die Keramikmeisterin, eine deutsche Künstlerin aus Witten, die seit 1988 den Werkstoff Beton für sich entdeckt hat und ihre „Alltagsmenschen“ erschafft, die alle eins gemeinsam haben: ihre Menschen strahlen Wärme aus, Gelassenheit und Menschlichkeit; und das auch international – sie wurden schon in Hamburg, Berlin, München, Antwerpen, Amsterdam, Zürich, Basel und Luzern, auf der Bundesgartenschau und der Expo ausgestellt.

Skulpturen Picknick Schlosspark Noerten-Hardenberg

Im Schlosspark Hardenberg findet man Alltagsmenschen seit 2007, ihre Plätzchen scheinen sie sich selbst ausgesucht zu haben – Ariadne im roten Kleid liegt entspannt unter einem alten Baum, eine andere hüllenlos im Gras mit Blick auf das gräfliche Schloss.

Hardenberg Kunstausstellung C. Lechner Dame in Rot (2)

Skulpturen die Liegende Schlosspark Noerten-Hardenberg

Der rot-weiße Rettungsring von Paul, dem Schwimmer leuchtet im Schlossteich den Besuchern entgegen, drei Damen sitzen froh gestimmt unter Trockenhauben und zwei andere lassen still vergnügt auf einer Parkbank die Beine baumeln. Scheinbar zufällig tauchen die Figuren auf, unvermutet und fast schon zu normal für diese romantische Umgebung. Man muss anfangs zweimal hinsehen, um von weitem zu entscheiden, wer ist „echt“ und wer nicht. Das eigene Schmunzeln verrät jeden, der sich wiederholt verguckt hat.

Skulpturen Frauen beim Friseur Schlosspark Noerten-Hardenberg

Skulpturen Frauen auf der Bank Schlosspark Noerten-Hardenberg

Interessant, wie sich die Mimik der Besucher mit jeder Figur, ja mit jeder Szene entspannt – die Alltagsmenschen der Christel Lechner erinnern an Menschlichkeit und das „Normale“ ; abseits von Fitness-Wahn, Workaholics und Solarium-Tick, an den sogenannten Durchschnitt, von dem heute nicht mehr gern geredet wird. Frauen mit ein paar Pfunden zu viel, eher konservativ bis altmodisch gekleidet, die ein Lebensgefühl vermitteln, das heute eher selten geworden ist.

Mit sich im Reinen sein – eins sein mit sich selbst.

Familien bummeln durch den Schlosspark, interessante Szenen ergeben sich – Kinder, die neben den Alltagsmenschen Platz nehmen, Gespräche entstehen – auch unter fremden Besuchern. „Manche Figuren haben so einen Gesichtsausdruck voller Herzenswärme, der mich an meine Oma erinnert.“, sagt eine Dame. „Aber sowas findet man heute nur noch bei wenigen, oft bei ganz alten Leuten. Die hatten noch eine ganz andere Lebenseinstellung.“ Seufzt und setzt sich lächelnd neben die Lesende auf der Bank, während die spielenden Kids Teil der Picknick-Szene auf dem Rasen geworden sind. Im letzten Jahr sei sie auch hier gewesen – entspannend findet sie es und „gut fürs Gemüt“…

Skulpturen die Lesende Schlosspark Noerten-Hardenberg (2)

Skulpturen die Putzfrau Schlosspark Noerten-Hardenberg

Bis zum 01. November 2009 sind die Figuren im Schlosspark Hardenberg zu bewundern, am besten selbst einmal anschauen und wirken lassen. Öffnungszeiten sind von Montag bis Samstag in der Zeit von 12.00 – 18.30 Uhr und an Sonntagen und Feiertagen von 11.00 Uhr – 18.30 Uhr. Informationen zur Kunst von Christel Lechner unter http://www.lechner-hof.de .

Zusätzlich besteht am Sonntag die Möglichkeit die gut erhaltene Burgruine Hardenberg (gefördert durch die Deutsche Stiftung für Denkmalschutz) zu besichtigen.

Burg Ruine Hardenberg

Historisches Sehusafest 2009 in Seesen ein voller Erfolg

Falknerei Horus Sehusafest

Auch in diesem Jahr war das Sehusafest ein toller Erfolg. Die Goslarsche Zeitung schrieb über 30.000 Besucher am Wochenende!

Kompliment für  die diesjährige Berichterstattung von Seesen24.de:

Super Fotos trotz schwieriger Wetterverhältnisse!

Heute las ich einen begeisterterten Kommentar über das Sehusafest am Wochenende […Ich war in diesem Jahr das erste Mal auf diesem Fest und sowohl wir Erwachsenen als auch die Kinder in Alter von 3 – 6 Jahren waren überwältigt….] – Anstoß für einen wichtigen Gedanken zu solchen Festen: wie gut, dass es viele Menschen gibt, die sich für die Geschichte ihrer Stadt und das Brauchtum allgemein – wo auch immer in Deutschland – interessieren und engagieren. Ihnen verdankt man solche Feste wie das Sehusafest in Seesen.

Und an dieser Stelle ist wirklich mal ein dickes Dankeschön angebracht!

Ein paar Impressionen zum 34. Sehusafest habe ich noch

(den ersten Sehusa-Artikel und weitere Bilder findet man hier):

Sehusa Umzug Dudelsack Spieler

Sehusafest Kids mobil

Zigeuner Sehusafest

Sehusafest Umzug

Rammbock Sehusafest

Rokoko Kids Sehusafest

Ritterspiele Sehusafest

Jagd auf Gänsemagd Sehusafest

Landsknechtwerber Sehusafest

Lager Kanoniere Sehusafest

Hilfe für Afrika – Gedanken zur Rallye Dresden-Dakar-Banjul

Der Artikel zu dieser abenteuerlichen Deutschland-Afrika Rallye für den guten Zweck entstand bei mir hauptsächlich durch die Faszination an diesem Projekt. Man befasst sich mit dem Thema, fragt sich, was die einzelnen Teilnehmer motiviert hat, dieses anstrengende Ding durchzuziehen und kommt zu dem Schluss, dass man selbst (unbeteiligt und am Rande) total fasziniert ist von dem Vorhaben und das schon als Beobachter.

Wenn man nicht teilnimmt, kann man zumindest unterstützen – aber wie?

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn es an Ihrer Haustür klingelt und jemand mit Ausweis und Liste um Spenden bittet? Bei vielen macht sich in Sekundenschnelle eine gewisse Abwehrhaltung breit, die meist darin mündet, dass man sein Verständnis bekundet aber dennoch nichts spendet.

Warum ist das so?

Generell wollen Spender helfen, aber direkt soll die Hilfe sein. Effizient, transparent und nachvollziehbar.  Die großen Hilfsorganisationen berichten regelmäßig über ihre Arbeit und auch ihre Erfolge, dennoch wird es zunehmend schwerer, die Leute zum Spenden zu motivieren. Das Gefühl, dass ein kleiner Betrag in der Masse der Probleme eines Entwicklungslandes untergeht, ist einfach übermächtig und führt zu einer resignierenden Aussage wie „Das bringt sowieso nix, wenn ich da was spende“ oder „Wir haben hierzulande eigene Probleme“.

Anders bei kleinen Vereinen und Hilfsprojekten wie der Rallye Dresden-Dakar-Banjul beispielsweise: – hier gibt es persönliche Ansprechpartner, die informieren oder auch selbst an der Verteilung von Spenden in solch  armen Ländern wie Gambia beteiligt sind. Die Erfahrung mit Land und Bevölkerung ermöglicht eine wirksame und direkte Hilfe, die sorgfältig belegt und dokumentiert wird.

Informationen zu Rallye, Spenden und Sponsoren gibt es hier: Rallye-Dresden-Dakar-Banjul.com

Aus diesem Grund führt die erste Etappe der Rallye 2009 von Dresden über Hohberg, dem Sitz des Vereins Gambia-Afrika-Hilfe  – Initiative zur Linderung der Not in der Welt ( 1. Vorsitzender  Dr. Gerhard Lemp).

Gambia Afrika Hilfe eV

(Ziele und Zweck des Vereins http://www.lemp-heinz.de/Verein/index%20verein/index%20satzung.htm )

Die einzelnen Rallye-Teams sind im Rahmen ihrer Fahrzeugkapazitäten in der Lage, Sachspenden nach Gambia mitzunehmen.  Auf den Internetseiten der Teams findet man Listen über Material und Gegenstände, die dringend in Gambia gebraucht werden. Ganz normale alltägliche Dinge wie Kugelschreiber, Notizblöcke, Wasserkanister, Schlafsäcke und Werkzeug gehören dazu. Dinge, deren Wert uns hier in Deutschland gemessen an der Situation von Gambia gar nicht bewusst ist.

Schauen Sie einmal auf die Seiten der Rallye-Teams – da werden Gegenstände  benötigt, die vielleicht noch in manchem Keller oder auf Dachböden einem sinnlosen Dasein fristen. Auch Ersatzteile für teilnehmende Rally-Autos und Camping-Zubehör werden gebraucht.

Hier stellen sich die Teams vor:  http://www.rallye-dresden-dakar-banjul.com/viewpage.php?page_id=312

Spritgeld-Spenden werden von allen Teams außerdem immer gern genommen!

Impressionen vom letzten Jahr  ( DresdenBanjul ):

Rallye von Deutschland bis Afrika: Dresden-Dakar-Banjul 2009

Rallye Dresden Dakar Banjul
Bldquelle: http://www.rallye-dresden-dakar-banjul.com/photogallery.php

Mein erster Berührungspunkt mit diesem bemerkenswerten Projekt war die Betreuung des Camping Blogs Eulenburg. 10 Rallye-Teams von insgesamt 50 teilnehmenden trafen sich auf dem Campingplatz in Osterode zu einem ersten Kennenlernen; natürlich ein willkommener Anlass für einen Artikel über das Treffen im Harz.

Bei der Recherche zu Hintergrundinformationen über diese Rallye zunehmendes Erstaunen und Hochachtung meinerseits vor einer Leistung, die nicht nur der Abenteuerlust und dem Spaß an Wüstenromantik dient, sondern in erster Linie ein konkretes und karitatives Ziel hat:

Hilfe für Menschen in einer Region Afrikas,  die zu den ärmsten unserer Erde gehört.

[Dresden-Dakar-Banjul-Challenge“ ist der Name einer Rallye, die von Dresden bis zu Gambias Hauptstadt Banjul führt, über 7000 km, quer durch sieben Länder. Der Verein „Breitengrad e.V.“ hat diese abenteuerliche Fahrt seit 2006 bereits siebenmal organisiert und sich für die kommenden Jahre die selbigen Ziele gesteckt. Gestartet wird jeweils im Februar/März und Oktober/November.
Die Anlehnung an die berühmte „Dakar“ ist nicht ganz zufällig, doch es gibt gravierende Unterschiede.
Ein wesentlicher besteht darin, dass es eine Rallye für jedermann, eine „low-budget“-Veranstaltung ist.
Die Startgebühren sind moderat, die Anforderungen an die Fahrzeuge werden bewusst niedrig gehalten, die Streckenführung ist zwar anspruchsvoll, aber doch so, dass sie von jedem guten Autofahrer, sofern er über ein Minimum an Abenteuerlust verfügt, bewältigt werden kann.
Ein weiterer gravierender Unterschied zur Profi-Veranstaltung „Dakar“: die Autos der „Dresden-Banjul-Challenge“ werden am Ziel für einen karitativen Zweck versteigert.
Die Versteigerung der Autos am Ziel organisiert die zu diesem Zweck gegründete
„DRESDEN- BANJUL- ORGANISATION“. Die Erlöse kommen verschiedenen gambischen Hilfsorganisationen sowie bedürftigen Schulen, Krankenhäusern und anderen Hilfsprojekten zugute.]

Weiterlesen auf www.rallye-dresden-dakar-banjul.com >>

Auf Initiative von Marcus Stark  ( www.starkes-team-goes-to-africa.de ) , einer der Teilnehmer des Rallye-Vortreffens im Harz , entstand dieser Artikel zur Challenge Dresden Dakar Banjul – auf den Internetseiten des Starken Teams aus Essen findet man einen Überblick zu den Hilfsprojekten in Afrika.  Hilfe für Gambia

Von ihm stammt auch die Fotopräsentation des Treffens im Harz:

Vodpod videos no longer available.

  Hier der direkte Link, falls Cooliris nicht korrekt angezeigt wird: http://www.starkes-team-goes-to-africa.de/cool-osterode.html

Was bewegt Leute in Deutschland ihr eigenes Auto durch sieben Länder, über zwei Kontinente,  7400 km nach Banjul zu fahren, um es dann versteigern zu lassen?

Neben Abenteuerlust und Teamgeist das Wissen um den Sinn und die Effizienz dieser Hilfe.  Gambia, flächenmäßig das kleinste Land Afrikas, besitzt nichts, was es für Wirtschaftsmächte interessant werden ließe.  Die Landwirtschaft ist mit dem Export von Erdnuss-Produkten wichtigstes Standbein der gambischen Wirtschaft, Tourismus und Fremdenverkehr  entwickeln sich langsam zu einer zweiten Einnahmequelle.

Ein Land, in dem es nicht selbstverständlich ist, dass  einfachste Hygienegrundsätze befolgt werden,

ein Land, in dem es leider immer noch eine hohe Kindersterblichkeit gibt – 

ein Land, in dem die Behandlung eines Malariapatienten ganze 2 Euro kostet … (siehe auch:  Gesundheitsstation in Manduar  und Verein „Gambia-Afrika-Hilfe“ ).

Die Versteigerung der Rallye-Autos in Banjul

[Die Fahrzeuge älteren Baujahres, die die Rallyeteilnehmer für diese Reise benutzen, werden kurz nach der Ankunft in der Gambianischen Hauptstadt Banjul auf einer Versteigerung zum Kauf angeboten. Die ersteigerten Gelder und mitgebrachten Sachspenden werden durch die Dresden-Banjul-Organisation an die einzelnen Hilfsprojekte verteilt. Die Teilnehmer haben dabei die Möglichkeit, sich vor Ort ein Bild zu machen und bei den Übergaben dabei zu sein. Einige Leute sind inzwischen schon mehrmals bei der Rallye dabei gewesen und haben regelrecht ihr Herz an Gambia verloren.]

Natürlich sind Spenden auch ohne eine unmittelbare Beteiligung an der Rallye immer willkommen. Desweiteren wird noch nach einem Hauptsponsor für die Rallye gesucht, die übrigens keine Rallye im klassischen Sinne ist, sondern bei der Fairness und Hilfsbereitschaft statt Schnelligkeit zählen.

Quelle: http://www.camping-gambia.de/dbo/ueberdbo1.htm 

 Auf Grund der Fülle von Informationen, die es rund um die Rallye gibt, steht für mich fest, dass weiter darüber berichtet werden muss.  Zumal etliche Teams eigene, toll gestaltete Webseiten haben, auf die noch gar nicht hingewiesen wurde.

In diesem Sinne – harz pr bleibt dran!

Camping, Bowling, Wohnqualität – die Eulenburg beeindruckt

Wer weiß schon, dass es in Osterode ein Industriedenkmal gibt? Vielleicht assoziieren Sie mit diesem Wort nur alte Fabrikhallen mit eingeschlagenen Scheiben und defekten Dächern – weit gefehlt!

Auf einem Gelände von insgesamt 100.000 m² zwischen dem Fluss Söse und der Scheerenberger Straße befinden sich die Gebäude der ehemaligen Wollwarenfabrik Greve & Uhl  – im September 1827 gegründet; eine Jubiläumsschrift zum 100. Geburtstag der Firma erlaubt Einblicke in die beeindruckende Geschichte des Unternehmens, dessen ehemalige Produktionsstätten noch heute zu bewundern sind – wenn auch ohne Maschinen und anders genutzt.

Industriedenkmal Eulenburg

Alte Weberei Osterode, heutiges Bowlingcenter

Bowlingcenter EulenburgAllein 50.000 m² des gesamten Geländes nimmt der heutige Campingplatz Eulenburg ein, man kann ruhig behaupten: einer der schönsten Campingplätze des Harzes und barrierefrei. Aus dem nah gelegenen Gebäude der so genannten „Alten Weberei“ entstand erst im Dezember 2008 das moderne Bowlingcenter Eulenburg mit Erlebnisgastronomie.

Industriedenkmal Eulenburg - ehemals Textilfabrik Greve und UhlDas Torhaus der ehemaligen Textilfabrik Greve & Uhl, des heutigen Industriedenkmals Eulenburg, wird von der Töpferei Serfati genutzt.

So verfügt die Eulenburg sogar über ihr eigenes aus einem Brunnen gewonnenes Trinkwasser, das aufwändig nachbehandelt in wunderschöne Glasgefäße gefüllt und an Gastronomie und Endverbraucher verkauft wird.

Wohnen auf der Eulenburg OsterodeWohnen und Leben auf der Eulenburg
Seit Jahren werden die bestehenden Wohngebäude saniert und erhalten, schon immer wohnten Menschen auf der Eulenburg. Das Wohnen im Industriedenkmal birgt ein besonderes Flair und die Nähe zu Wald und Wasser ( 3 km bis zum Sösestausee) gleichermaßen eine besondere Wohnqualität, der Wohlfühl-Faktor ist ein besonderes Kriterium hier und Basis für langjähriges Zusammensein. Das Stichwort Mehr-Generationen-Wohnen fällt einem ein und bei all dem Engagement, das die heutigen Besitzer und Nachfahren der Gründer in das gesamte Projekt Eulenburg investieren, eine durchaus denkbare Version eines zukünftigen Wohnparks in Osterode.

Mehr Informationen zur Historie und zur heutigen Entwicklung des Industriedenkmals Eulenburg  findet man unter

www.eulenburg-osterode.de

Industriedenkmal Eulenburg Osterode am Harz