Rallye von Deutschland bis Afrika: Dresden-Dakar-Banjul 2009

Rallye Dresden Dakar Banjul
Bldquelle: http://www.rallye-dresden-dakar-banjul.com/photogallery.php

Mein erster Berührungspunkt mit diesem bemerkenswerten Projekt war die Betreuung des Camping Blogs Eulenburg. 10 Rallye-Teams von insgesamt 50 teilnehmenden trafen sich auf dem Campingplatz in Osterode zu einem ersten Kennenlernen; natürlich ein willkommener Anlass für einen Artikel über das Treffen im Harz.

Bei der Recherche zu Hintergrundinformationen über diese Rallye zunehmendes Erstaunen und Hochachtung meinerseits vor einer Leistung, die nicht nur der Abenteuerlust und dem Spaß an Wüstenromantik dient, sondern in erster Linie ein konkretes und karitatives Ziel hat:

Hilfe für Menschen in einer Region Afrikas,  die zu den ärmsten unserer Erde gehört.

[Dresden-Dakar-Banjul-Challenge“ ist der Name einer Rallye, die von Dresden bis zu Gambias Hauptstadt Banjul führt, über 7000 km, quer durch sieben Länder. Der Verein „Breitengrad e.V.“ hat diese abenteuerliche Fahrt seit 2006 bereits siebenmal organisiert und sich für die kommenden Jahre die selbigen Ziele gesteckt. Gestartet wird jeweils im Februar/März und Oktober/November.
Die Anlehnung an die berühmte „Dakar“ ist nicht ganz zufällig, doch es gibt gravierende Unterschiede.
Ein wesentlicher besteht darin, dass es eine Rallye für jedermann, eine „low-budget“-Veranstaltung ist.
Die Startgebühren sind moderat, die Anforderungen an die Fahrzeuge werden bewusst niedrig gehalten, die Streckenführung ist zwar anspruchsvoll, aber doch so, dass sie von jedem guten Autofahrer, sofern er über ein Minimum an Abenteuerlust verfügt, bewältigt werden kann.
Ein weiterer gravierender Unterschied zur Profi-Veranstaltung „Dakar“: die Autos der „Dresden-Banjul-Challenge“ werden am Ziel für einen karitativen Zweck versteigert.
Die Versteigerung der Autos am Ziel organisiert die zu diesem Zweck gegründete
„DRESDEN- BANJUL- ORGANISATION“. Die Erlöse kommen verschiedenen gambischen Hilfsorganisationen sowie bedürftigen Schulen, Krankenhäusern und anderen Hilfsprojekten zugute.]

Weiterlesen auf www.rallye-dresden-dakar-banjul.com >>

Auf Initiative von Marcus Stark  ( www.starkes-team-goes-to-africa.de ) , einer der Teilnehmer des Rallye-Vortreffens im Harz , entstand dieser Artikel zur Challenge Dresden Dakar Banjul – auf den Internetseiten des Starken Teams aus Essen findet man einen Überblick zu den Hilfsprojekten in Afrika.  Hilfe für Gambia

Von ihm stammt auch die Fotopräsentation des Treffens im Harz:

Vodpod videos no longer available.

  Hier der direkte Link, falls Cooliris nicht korrekt angezeigt wird: http://www.starkes-team-goes-to-africa.de/cool-osterode.html

Was bewegt Leute in Deutschland ihr eigenes Auto durch sieben Länder, über zwei Kontinente,  7400 km nach Banjul zu fahren, um es dann versteigern zu lassen?

Neben Abenteuerlust und Teamgeist das Wissen um den Sinn und die Effizienz dieser Hilfe.  Gambia, flächenmäßig das kleinste Land Afrikas, besitzt nichts, was es für Wirtschaftsmächte interessant werden ließe.  Die Landwirtschaft ist mit dem Export von Erdnuss-Produkten wichtigstes Standbein der gambischen Wirtschaft, Tourismus und Fremdenverkehr  entwickeln sich langsam zu einer zweiten Einnahmequelle.

Ein Land, in dem es nicht selbstverständlich ist, dass  einfachste Hygienegrundsätze befolgt werden,

ein Land, in dem es leider immer noch eine hohe Kindersterblichkeit gibt – 

ein Land, in dem die Behandlung eines Malariapatienten ganze 2 Euro kostet … (siehe auch:  Gesundheitsstation in Manduar  und Verein „Gambia-Afrika-Hilfe“ ).

Die Versteigerung der Rallye-Autos in Banjul

[Die Fahrzeuge älteren Baujahres, die die Rallyeteilnehmer für diese Reise benutzen, werden kurz nach der Ankunft in der Gambianischen Hauptstadt Banjul auf einer Versteigerung zum Kauf angeboten. Die ersteigerten Gelder und mitgebrachten Sachspenden werden durch die Dresden-Banjul-Organisation an die einzelnen Hilfsprojekte verteilt. Die Teilnehmer haben dabei die Möglichkeit, sich vor Ort ein Bild zu machen und bei den Übergaben dabei zu sein. Einige Leute sind inzwischen schon mehrmals bei der Rallye dabei gewesen und haben regelrecht ihr Herz an Gambia verloren.]

Natürlich sind Spenden auch ohne eine unmittelbare Beteiligung an der Rallye immer willkommen. Desweiteren wird noch nach einem Hauptsponsor für die Rallye gesucht, die übrigens keine Rallye im klassischen Sinne ist, sondern bei der Fairness und Hilfsbereitschaft statt Schnelligkeit zählen.

Quelle: http://www.camping-gambia.de/dbo/ueberdbo1.htm 

 Auf Grund der Fülle von Informationen, die es rund um die Rallye gibt, steht für mich fest, dass weiter darüber berichtet werden muss.  Zumal etliche Teams eigene, toll gestaltete Webseiten haben, auf die noch gar nicht hingewiesen wurde.

In diesem Sinne – harz pr bleibt dran!

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